Herbstrock – Probenähen von Rock Marie mit Erinnerungen

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WERBUNG: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Kreativlabor Berlin. Das Schnittmuster Marie wurde mir vom Kreativlabor Berlin kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt dieses Blogbeitrages zum Kleid Marie hat Kreativlabor Berlin keinen Einfluss und keine Vorgaben gemacht. Im Beitrag befinden sich Links zu den Produktseiten der Hersteller.

Der Herbst ist seit einigen Wochen bei uns eingekehrt und da wurde es Zeit für einen selbstgenähten Herbstrock. Hierfür hatte ich schon seit dem Sommer den Rock Marie von Kreativlabor Berlin* im Kopf. Es ist das dritte Schnittmuster, das ich für Julia von Kreativlabor Berlin Probenähen darf und ich freue mich sehr darüber. Der Rock kann leger aus Jeans oder Cord genäht werden oder etwas schicker aus leichter Baumwolle. Ich entschied mich für die leichte Baumwolle und noch dazu für eine ganz besondere..

Der braune Anzugstoff, mit den leichten blauen und roten Streifen, liegt schon seit Jahrzehnten bei mir und wartete auf seine Verwendung. Er gehörte zu einer Auswahl an Stoffen von meinem Großonkel, der Anfang der 90 Jahre verstarb und somit kamen die Stoffe zu uns – damals noch in mein Elternhaus. Überall wo ich hingezogen bin, haben mich die Stoffe begleitet. Ich wusste immer nicht genau was ich daraus nähen sollte. Es sind alles Anzugstoffe, aber Anzughosen trage ich einfach nicht. Dennoch konnte ich sie nie abgeben, denn er zeigte sie mir damals als Kind noch persönlich und legte sie wieder in den Schrank, in dem er Erinnerungen an meine Großtante aufbewahrte.

Die Stoffe liegen nun hier in meinem kleinen Nähreich und warten auf ihre Verwendung.

Nun war ein Schnitt gefunden – Rock Marie. Es hat richtig Spaß gemacht diesen Rock zu nähen, die einzelnen, feinen Schritte, das Bügeln zwischendurch und besonders die Knopflöcher – meine ersten übrigens – fand ich besonders schön.

Ich wählte eine 38, da ich, wie ihr ja wisst, Röcke die oben in der Taille zu eng sitzen einfach nicht mag. Beim Zuschneiden achtete ich auf das Muster des Stoffes, die Streifen sollten ja alle gleich verlaufen…Bei den Taschen entscheid ich mich für einen groben braunen Cord, der auch aus dem Repertoire von meinem Großonkel kommt, leider reicht dieser nicht mehr für einen Cordrock, aber ich glaube eine Hose für den Kleinen werde ich daraus machen, dann hat er auch ein Familienerbstück an.

Ich mag den Materialmix sehr, den leichten Baumwollstoff als Hauptteil und den groben Cord als Akzent. Um noch etwas Farbe ins Spiel zu bringen, habe ich mich für eine türkisfarbene Paspel, Knöpfe und Naht entschieden. So war es für mich harmonisch.

Das Zuschneiden des Rockes war dann an einem Abend fertig, lediglich bei den Taschen habe ich mich nicht ganz an das Schnittmuster gehalten. Da ich den hinteren Teil der Tasche aus Cord machen wollte. Da Julia hier ein großes Taschenteil im Schnitt vorgesehen hat, schnitt ich dieses im Bruch auseinander. Den hinteren Teil der Tasche schnitt ich aus Cord zu, den vorderen aus der leichten Baumwolle, beides mit Nahtzugabe. Ich hatte Angst, dass die Taschen beim Tragen des Rockes dann zu sehr auftragen, weil das Material so dick ist.

Die Taschenteile bestehen somit aus dem Cord und dem leichten Baumwollstoff und es setzte sich beim Tragen nichts ab – da bin ich sehr froh.

Das E-Book von Julias Rock Marie ist wieder sehr schön bebildert und die Schritte sind sehr detailliert beschrieben. Auch die Erklärung, wie man Knopflöcher einnäht war sehr gut, ich probierte es hier, wie empfohlen an einem Probestück und es klappte sehr gut – ich war richtig stolz auf meine Nähmaschine und mich grins

Das einzige das ich beim zweiten Rock nicht mehr nach der Anleitung machen würde, ist der Saum. Im E-Book wird der Saumen vor dem Zusammennähen des Rockes, bei jeden Rockteil einzeln umgenäht. Dadurch ist aber leider die Naht beim fertigen Rock nicht immer auf gleicher Höhe. Zwischen dem Hinterrock und dem Vorderrock habe ich einen kleinen Nahtversatz. Ich bin mir aber über die Umsetzung noch nicht ganz sicher, da die Knopfleiste auf den fertigen Saum gesetzt wird…Mal sehen wie ich das löse.

Wie schon gesagt, hat es wieder richtig Spaß gemacht ein Baumwollprojekt zu nähen, das etwas mehr Genauigkeit erfordert als Jersey. Die einzelnen Nähschritte, das Detail der Paspel und die Taschen mag ich sehr. Besonders die Knopfleiste hat es mir angetan, denn hier habe ich wieder etwas Neues gelernt und freu mich schon auf die nächste Knopfleiste, am Shirt von meinem Mann.

Ich freue mich über meinen neuen Herbstrock und dass ich die Erinnerung an meinen Großonkel nun nicht mehr nur im Regal zu liegen habe, sondern mit mir tragen kann – sprichwörtlich…Ich zeig ihn euch in meiner lässigen Variante mit Kuschelpulli und Ankelboots, denn so mag ich den Rock Marie am liebsten, natürlich geht er auch sehr gut fürs Büro.

Habt ihr auch so solche alten Familienerbstücke im Stoffregal? Und was wollt ihr mal daraus machen? Das würde mich sehr interessieren und ich freue mich, wenn ihr es mir in die Kommentare schreibt…

Ich wünsche euch eine schöne Woche

Liebe Grüße

Jana

 

Schnitt: Rock Marie von Kreativlabor Berlin*

Stoff: Familienerbstück

*Affiliate und trotzdem lesenswert

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