Nähtipps: Aufgeräumt – Ordnung im Nähzimmer

Ordnung im Nähzimmer schaffen. Nähzimmeraufräumen - Blogbeitrag JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

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Irgendwie war der Jahresanfang bei mir geprägt von Aussortieren und Aufräumen. Rigeros hab ich alte Stoffreste, oder besser gesagt Stofffetzen wegeschmissen, die ich eigentlich für Applikationen verwenden wollte. Aber so viele Applikationen hätte ich gar nicht nähen können und nach 3 Jahren Nähen, waren die beiden Kisten so übervoll, das etwa passieren musste. Im Zuge dessen hatte ich mir auch schon eine Weile Gedanken über meine Schnittmusteraufbewahrung gemacht. Denn ich brauchte Platz in meinem Regal und die Leitz-Ordner wären nur mehr geworden und hätten somit Platz weggenommen. Damit hat diese ganze Aufräum- und Sortieraktion meines Nähzimmers angefangen und wie ich Ordnung im Nähzimmer geschaffen habe, zeige ich euch heute. Vielleicht ist für den einen oder anderen eine Idee dabei.

Los geht´s: Ordnung im Nähzimmer umsetzen

1. Stoffreste reduzieren

Fangen wir mal mit dem, für mich wichtigsten an: dem Aussortieren von Stoffresten. Lange habe ich gehortet, man kann den Stoff oder jenen ja nochmal gebrauchen. NEIN kann man nicht, jedenfalls nicht jeden Stoff. Also sortierte ich aus:

  • kleine Fetzen
  • Stoffe, die mich nicht mehr gefallen
  • Baumwollstoffe
  • Woll- und Fleecestoffe

Einen kleinen Teil behielt ich zurück. Stoffe, die man wirklich noch für Bündchen oder Applikationen gebrauchen kann. Musterstoffe, die mir noch gefallen und aus denen sich noch Oberteile mit einem anderen Stoff als Kombination nähen lassen. Einige habe ich meiner Freundin Katja gegeben, da sie für Frühchen und Sternchen näht. Der Rest flog weg.

Vorgenommen habe ich mir, beim Zuschneiden noch mehr auf den Verbrauch des Stoffes aufzupassen und dann gleich Stofffetzen weg zu schmeißen. Zudem möchte ich mehr Stoffreste vernähen, was ihr ja durch die Unterhosen-nähen-Aktion für meine Jungs schon gesehen habt. Das möchte ich weiter ausbauen und die Stoffreste noch für Hosen und Shirts verwenden.

2. Schnittmusteraufbewahrung – neue Struktur und Ablagemöglichkeit

Seit meinen Nähanfängen hefte ich meine Schnittmuster in Klarsichtfolien und Leitzordner ab. Diese waren sortiert nach:

  • Kinder – Oberteile, Kleider und Röcke
  • Kinder – Hosen (kurz und lang), Mützen und Loop/Tücher
  • Frauen – Oberteile I und II
  • Frauen – Kleider, Röcke und Hosen
  • Männer
  • Sonstige

Eigentlich war ich zufrieden mir der Aufbewahrung, ich konnte alles leicht und schnell finden. Aber ich brauchte Platz in meinem Regal, denn der Bestand an Reißverschlüssen, Gummibändern, Gurtbändern, Paspel- und sonstige Bändern und Nähzubehör wurden mehr und ich musste dies Aufteilen. Hierfür wollte ich Platz im Regal schaffen.

Meine Freundin Jana, schickte mir vor Weihnachten mal ein Bild von ihrer neuen Schnittmusteraufbewahrung. Ein Hängeregistersystem* für die Boxen, welche man in die Kallax-Regale von IKEA packen kann. Ich fand das Aufbewahrungssystem gut, aber einen großen Nachteil hatte es für mich, ich konnte diese Boxen dann nicht stapeln. Ich brauchte eine Möglichkeit die Schnittmuster unter meinem Nähtisch aufzubewahren und das hieß dann stapeln.

Ordnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

Zudem konnte ich dann gleich das Chaos unter meinem Nähtisch mit aufräumen. Denn hier gab es eine alte Malmkommode von IKEA, die wir aus dem Schlafzimmer schmissen und die eigentlich nur schlecht als recht genutzt wurde. Diese flog dann halt gleich mit raus und hat nun einen neuen Platz unter der Werkbank meines Mannes im Keller. Aber das nur am Rande

Das Aufbewahrungssystem für die Schnittmuster ließ mich nicht wirklich los, denn ich wollte immer noch Ordnung im Nähzimmer! So suchte ich weiter nach anderen Möglichkeiten zum Stapeln. Dabei fielen mir dann irgendwann die weißen Boxen ins Auge*, die ich nun verwende. Jetzt passt die Möglichkeit für mich und ich bestellte mir gleich zwei Boxen – eine für Kinder- und eine für Erwachsenenschnitte.

Das Umsortieren und neu beschriften der Schnittmuster bzw. Akten hat schon etwas Zeit in Anspruch genommen, aber es hat sich gelohnt. Jetzt ist alles ordentlich zusammen und ich habe Platz im Regal.

Ordnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs Ordnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs Ordnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für JungsOrdnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

3. Nähutensilien in Boxen – neue Sortierung nötig

Nun, die Aufräumaktion zog immer weitere Kreise und machte einen Einkauf bei IKEA notwendig – als ob ich traurig darum wäre…Nein, aber im Ernst, ich hatte mittlerweile wie oben erwähnt auch einen größeren Bestand an Bänder, Gummibändern, Gurten, Leder etc. angesammelt, was man halt noch so braucht und meine vorhanden Boxen platzten aus ihren Nähten. Ich brauchte als neu Boxen und mehr. Die Liste für den IKEA-Einkauf wurde immer länger. In der Rekordzeit von 35 Minuten hatte ich nicht nur meinen Einkauf, nein auch Sachen für eine Freundin und meine Mutter besorgt und eingekauft. Man war das ein Gehetze…Aber ich war glücklich, endlich weiter aufräumen zu können.

Zu Hause angekommen sortierte ich mir die Boxen neu, strukturierte mir die Regalanordnung und räumte alles wieder neu ein. Nun ist das Nähzubehör nach Kategorien geordnet und ich finde es noch leichter.

Ordnung im Nähzimmer. Schnittmusteraufbewarhungsboxen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

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Zudem habe ich die Aufbewahrung der Stoffreste jetzt auf vier Boxen beschränkt, das zwingt mich zum Wegschmeißen, ich habe eine bessere Übersicht, da sie in durchsichtigen Boxen aufbewahrt werden und ich komme einfach leichter ran. Für die selbstgenähten Unterhosen, habe ich schon mehrfach in die Stoffresteboxen gegriffen, bringt also wirklich was.

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4. Stofflager sortieren und aufräumen

Als letztes blieb dann noch das Aufräumen meines Stofflagers. Hier sortierte ich nach Uni- und Musterjersey und sortierte ebenfalls gleich aus. Ab und zu muss man das wohl mal machen, um auch kleine Stoffschätze zu finden…So wie ein türkisfarbender Fleece, aus dem ich nun eine Jacke für den Lütten nähen werden und einen passenden Kombinationsstoff habe ich beim Aufräumen auch gleich gefunden. Nähprojekt Fleecejacke ist schon in Arbeit.

5. Neue Bügelecke – gegen die Unordnung

Am meisten in meine Nähzimmer störte mich, die Oberseite meines Regals hinter mir. Es war schrecklich und ich war selbst schuld. Alles was ich schnell ablegen musste, später zu nähen oder zu zuschneiden war, landete hier und irgendwann, ja irgendwie wurde es dann an großer Haufen an Stoff und Schnittmustern…Schrecklich. Da musste ich was gegen tun und da ich ja der Verursacher dieser Unordnung bin, musste ich etwas finden, dass mich davon abhielt, etwas darauf zu legen.

Hinzukam, das mich die Bügelsituation nervte. Immer wenn ich etwas bügeln musste, schob ich meine Nähmaschine nach hinten, stellte das kleine Bügelbrett auf den Nähtisch, bügelte, räumte es wieder weg und zog die Nähmaschine wieder vor, um zu nähen. Und das jedes Mal. Ätzend.

Da lag nun die Verlagerung der Bügelstation auf das Regal hinter mir nahe und gesagt getan. Ich räumte mal wieder auf. Nun da der Bezug des Bügelbretten nicht mehr so schön war, bekam es auch gleich einen neuen – aus einem Stoffrest. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und schick sieht es aus.

Gebügelt hab ich auch schon und es ist wunderbar. Einfach aufstehen und bügeln, nichts schieben…

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Fazit zur neuen Ordnung im Nähzimmer

Nach ein paar Wochen umräumen und nun testen, bin ich sehr glücklich über meine neue Struktur im Nähzimmer. Es ist übersichtlicher und lässt sich leichter ordentlich halten – was ich sicher nicht immer versprechen kann, aber ich bin stehts bemüht. Besonders meine neuen Bügelecke hilft mir dabei, mich nicht zu voll zu möhlen, denn da wo sie steht, lagen vorher Reparaturprojekte, Stoffe zum Zuschneiden und alles was mal schnell abgelegt werden musste. Nun geht das nicht mehr und ich muss es gleich ordentlich wegräumen. Auch die Nähzeitschriften und Papierschnitte sind in den grünen Zeitschriftenschubern gut aufgehoben und übersichtlich sortiert. Was ich sehr schön finde. 

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Ich hoffe, dieser kleine Einblick in mein Projekt: neue Ordnung im Nähzimmer hat dir gefallen, zeigt dir das du nicht allein bist und gibt dir vielleicht Anregungen für deine Ordnung im Nähzimmer.

Euch wünsche ich eine schöne Woche

liebe Grüße

Jana

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