Die Odyssee vom Faltrollo und das neue Bad

Selbstgenähtes Faltrollo im Badezimmer und der Badumbau. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

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Das ich das Nähen von Rollos oder Gardinen nicht mag, hab ich euch ja schon eindrücklich bei den Faltrollos für unser Wohnzimmer erzählt. Ich hab aber immer noch das Problem, dass mir gekaufte kaum gefallen…Und gleichzeitig konnte ich die Gardinenschals im Arbeitszimmer nicht mehr sehen. Ich nahm sie ab zum waschen und fand das der Raum viel größer wirkte, also beließ ich es dabei. Das Faltrollo im Badezimmer hing seit dem Einzug, wir hatten es bei IKEA gekauft. Das konnte ich dann auch nicht mehr sehen. 

Badezimmerumbau und mein Nähprojekt

Das wir unser Badezimmer umbauen wollen, stand schon seit letzten Jahr fest, also planten wir so unseren Urlaub und baten die Großeltern die Jungs für diese zwei Wochen zunehmen. Das hat alles geklappt und wir haben uns im April schon Fliesen bei Hornbach ausgesucht, die wir dann rechtzeitig bestellen wollte. Wir waren gut im Plan, nur leider waren die Fliesen laut Webseite von Hornbach nicht mehr verfügbar, also fuhren wir in den Baumarkt und fragten nach. Dort war es kein Problem die Fliesen zu bestellen und die Lieferung wurde uns für die Woche vor unserem Urlaub angekündigt. Alles war vorbereitet, nur der Anruf des Lieferanten kam nicht, sondern ein Anruf vom Baumarkt: der Hersteller hätte Lieferschwierigkeiten und wir könnten die Fliesen erst in Woche 34 bekommen. Das war jetzt nicht unser Plan. Da wir eh Samstag letzte Sachen besorgen wollten, beschlossen wir, hier nach den anderen Fliesen zu gucken, die wir als Plan B ausgesucht hatten und die Bestellung zu stornieren. Das klappte auch, die Fliesen waren da und wir nahmen sie gleich mit. 

Mit dem Abriss begannen wir dann am Montag, dieser ging auch recht schnell und das trotz der Hitze, wir hatten leider in der ersten Woche des Umbaus bis zu 36 Grad draußen und im Badezimmer 28 Grad, dass sollte uns auf eine Probe stellen. Naja, ich trug den Schutt raus und beseitigte die Silikonfugen in der Dusche, was für eine Fummelarbeit. Ansonsten strich in das alte Regal, dass noch gut war und wir nicht wegschmeißen wollten. Aber mit der Farbe passte es nicht mehr rein, also wurde es kurz entschlossen weiß. 

Pausenfüller: Selbstgenähte Faltrollo im Badezimmer

Da mein Mann dann die Trockenbauwand stellte, konnte ich nicht viel helfen und widmete mich dem geplanten selbstgenähten Faltrollo fürs Bad. Die dafür vorgesehenen Vorhänge waren 140cm breit und 220cm lang. Ich kürzte es, ließ es aber in der Breite bestehen – zum einen aus Faulheit und zum anderen fand ich die Breite für das Fenster gar nicht so schlecht. Zuvor hatte ich mir ein Tutorial rausgesucht, wie man Faltrollos näht. Die dafür benötigten Teile hatte ich alle da, also ging es los. Das Nähen ging schnell, nur das Bügeln mag ich immer nicht, aber es gehört ja dazu. Anders als im Tutorial angeben nähte ich das Gardinenband ca. 10 cm vom Rand entfernt an, da das Faltrollo ja breiter war. Das Faltrollo fürs Badezimmer war dann auch schnell fertig und da ich so im Lauf war, nähte ich auch gleich ein weiteres für das Arbeitszimmer.

Hier musste ich die Breite einkürzen, da die vorhandenen Gardinenstangen eine Breite von 110cm vorgaben. Ich nähte das Faltrollo genauso wie das fürs Bad und hing es zur Probe auf. Dann begann die Odyssee: Die Seiten des Faltrollos hingen runter. 

Mit meinem Papa besprach ich eine Möglichkeit, nicht gleich wieder alles aufzutrennen und fädelte die Gardinenbändern in die Tunnel der Seitennähte. Ich dachte damit wäre alles gut, aber nein. Was wir nicht bedachten, die Raffung war der Ränder war natürlich eine andere als durch das Gardinenband vorgeben und es sah scheußlich aus. 

Es blieb also nichts andres übrig, als das Gardinenband wieder abzutrennen und neu anzunähen. Diesmal hielt ich mich an die Angaben aus dem Tutorial und nähte das Gardinenband 2 cm von der Tunnelnaht der Seite an und zusätzlich nähte ich noch eines in der Mitte auf. Als das dann fertig war, fädelte ich die Gardinenbänder ein und hängte es zur Probe auf, drückte die Daumen, dass es klappte und war froh, als die Faltung des Rollos richtig war und nicht an den Seiten runterhing. 

Und der Badumbau?

Der ging in der Zwischenzeit weiter. Ich nähte ja nicht alles am Stück, sondern immer so wie ich oben im Bad nicht gebraucht wurde. So konnte ich beim Fliesen und Fliesenschneiden nicht helfen. War dafür aber vorher beim Spachteln, Schleifen und Streichen dabei. Die petrolfarbenden Flächen schliff ich vorher an und strich sie mit weiß über. Es dauerte nicht so lagen, wie damals, als ich diese Ranken aufmalte.

Mit Anke saß ich daran mehrere Stunden, ich machte damals eine Schablone und zeichnete alles mit Bleistift vor, dann malten wir aus. Mir gefiel das damals echt gut und ich war sehr froh darüber, denn war doch ein Wandtattoo in der Art nicht zu finden und günstiger war es auch noch. 11 Jahr hat es gehalten, aber nun bin ich sehr froh, das Petrol nicht mehr sehen zu müssen. 

Das Streichen mussten wir wegen der heißen Temperaturen genau planen. So war die Decke an einem Abend und die Wände dann am nächsten Morgen dran, bevor wir zu IKEA fuhren. Es war so warm, dass mir die Farbe an der Wand während des Streichen schon trocknete…Und auch beim Fliesen war es ungünstig, denn die Verarbeitungstemperatur für den Mörtel lag bei max. 25 Grad Raumtemperatur, wir hatten aber 28 Grad und mehr…

Mein Mann hat es dann hinbekommen, dass wir die Raumtemperatur runterbekommen haben und er konnte fliesen. 

Überraschung…

Da wir auch die Tür auswechseln wollten, musste ich noch das Laminat im Flur anpassen, denn die Schwelle passte natürlich durch die Bodenfliesen nicht mehr und die Leibung war auch etwas dünner. Ich bereitete also alles vor und schraubte die Sockelleiste ab, bei der ich auf einmal eine rostige Schraube in der Hand hatte…Die Wand war feucht. So ein Mist. Zum Glück war es nicht soviel, aber wir mussten ja die Ursache beheben. Die Beratung ergab, dass wahrscheinlich durch die Silikonfuge in der Dusche Wasser durchkam und den kleinen Wasserschaden verursachte – Mein Mann hatte die Silikonfuge mal erneuert und vielleicht dadurch die Sperrung der Wand verletzt. Als ich nämlich die Fugen aus der Dusche entfernte war sie zum Teil schwarz. Die Fuge war ziemlich groß – ca. 1 cm – was mit Silikon auch etwas schwierig ist abzudecken. Also wurde beschlossen, dass die erste Reihe der Fliesen abkommt und mein Mann diese neu fliest, um weitere Wasserschäden zu vermeiden. Zum Glück hatten wir noch weiße Fliesen übrig, nicht mehr viele aber es reichte. 

Dies Aktion verschob unseren Zeitplan, da wir nun einen zwei Tage länger brauchten – Trocknungszeiten. Also waren dann die Sanitärelemente dran. Den Waschtisch verfluchte mein Mann ziemlich, da die Warm- und Kaltwasseranschlüsse sowie der Abfluss vom Waschtisch laut Anleitung anders zu verbinden sind als es in Deutschland üblich ist. Die Schweden haben hier ein anderes System. Hier fluchte er ziemlich, aber bekam es hin, so dass es passte und er keine Bedenken mehr wegen der Biegungen der Rohre hatte. 

Badumbau in Etappen dann fertig

Bis das Bad dann wirklich fertig war, dauerte es noch zwei Wochen. Die Dusche konnten wir noch nicht nutzen und auch die Lampe fehlte noch. Eine erste Lampe, mussten wir wegen schlechter Verarbeitung wieder zurückschicken. Mit der neuen Lampe* sind wir nun sehr zufrieden. Die Duschwand konnte dann nach Trocknungszeit und Verfugen endlich angebracht werden und so fehlte nur noch der neue Heizkörper, den mein Mann gerne haben wollte. Dieser ist nicht so tief und glatter, was uns besser gefällt. Den baute er dann mit dem Lütten an, als ich mit dem Großen bei einem Fußballspiel war und dann war alles fertig. Eingeräumt hatte ich in der Zwischenzeit schon soweit alles und aussortiert waren einige Dinge ja schon beim Ausräumen. 

Wir fühlen uns wohl mit dem neugestalteten Bad und ich bin sehr zufrieden mit dem selbstgenähten Fallrollo, dass dann doch noch was geworden ist. 

Ich wünsch euch eine schöne Woche.

Liebe Grüße

Jana

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4 Kommentare

  1. Avatar

    Servus Jana!
    Wow, das war eine Herausforderung in jeder Hinsicht – noch dazu mit der einen oder anderen Hürde und bei viel zu hohen Temperaturen für so ein Projekt! Aber was ihr euch da geschaffen habt, ist einfach traumhaft schön, die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Ich freue mich, dass du damit beim DvD dabei bist. Liebe Grüße
    ELFi

    • Jana

      Liebe ELFi,

      vielen lieben Dank! Ich bin auch sehr froh, dass wir es geschafft haben. Ich glaub das nächste Renovierungsprojekt legen wir in den Frühling oder den Herbst, dann ist es nicht so warm ;-P
      Liebe Grüße und bis nächste Woche
      Jana

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