Mein Geburtstagsgeschenk | Weißen Hoodie nähen

Blogpost weißen Hoodie nähen. JanaKnöpfchen - Nähen für Jungs

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Erstmal gleich eine Anmerkung: Der folgende Blogpost wird kürzer als der letzte und ich zeig euch endlich mal wieder ein Nähwerk für mich – ich habe sogar noch eines, das zeige ich euch dann nächste Woche. Aber zum heutigen Nähprojekt. Ich wollte schon seit einiger Zeit einen weißen Hoodie nähen und nun endlich habe ich es geschafft. Denn ich wollte nicht nur einfach einen weißen Hoodie, nein er sollte noch etwas besonders beinhalten.

Die Sache mit dem Sweat

Der Grundstoff des Hoodies war schon mal klar. Es sollte ein Sweat werden. Ich überlegte noch hin und her, ob es ein angerauter oder ein Sommersweat werden soll. Denn die angerauten Sweatstoffe sind nach meiner Erfahrung nicht so dehnbar wie die anderen. Auf der anderen Seite wollte ich ihn kuschlig haben, denn in unserem Büro ist es in der Übergangszeit sehr kalt und für die nächsten Frühlings und Sommerabende ist er dann auch schön. Also entschied ich mich dann doch für den angerauten Stoff. 

Das stand dann schon mal fest. 

Ich schaute bei Alles für Selbermacher nach einem passenden Sweat – meine lieben Kollegen Thomas und Franzi hatten mir zum Geburtstag einen Gutschein für den Shop geschenkt und somit, dass kann ich schon verraten, ist der Hoodie auch der Thomas-und-Franzi-Gedächtnis-Hoodie. Einen passenden Sweat inkl. passendem Bündchen fand ich dann und bestellte den Stoff inkl. Gummibänder, die ich für die Boxershorts des Lütten brauchte. 

Die Sache mit dem besonderen Extra

Der Hauptstoff, um den weißen Hoodie nähen zu können war schon mal beschafft. Nun ging es an den Kombinationsstoff, denn ich wollte die Innenseite der Kapuze aus einem blauen Stoff nähen. Erst hatte ich einen ganz hellen blauen Stoff im Kopf und schaute im Stoffladen bei den Sweatstoffen. Ich musste eh hin, da ich noch für einen anderen Auftrag einen bestimmten Stoff brauchte. Ich fand drei blauen Stoffen – zwei hellere Jersey und einen dunkleren Sweat – die mir gefielen. Aber ich war mich noch nicht ganz sicher. Mir gefiel der dunkle am besten. Ich schaute nochmal im Internet nach hellblauen Sweatstoffen und bestellte welche zur Auswahl. 

Sie kamen an, aber ich war immer noch unsicher. 

Erstmal den weißen Hoodie nähen

Ich beschloss also erstmal den weißen Hoodie zu nähen und soweit alles fertig zu machen, bis auf die innere Kapuze. Also schnitt ich die Teile des Hoodie erstmal zu. Verwendet habe ich den Schnitt Lynn von Pattydoo*, leicht abgewandelt. Ich wählte eine Nummer größer (also Gr. 38) da ich den Hoodie etwas lockerer haben wollte und ich bedenken hatte, dass der Hoodie nicht so gut anzuziehen ist, da er ja weniger Elastan hat. Ich verwendete den Schnitt Lynn von Pattydoo* und veränderte ihn so, dass die Seitennähte gerade sind und schnitt noch eine Bauchtasche zu – das habe ich schon bei meinem Jahrenzahlenhoodie so gemacht. 

Den Hoodie nähte ich dann soweit fertig, ich glaube ich brauchte zwei Abende dafür und dann ging es um die Innenseite der Kapuze. Ich fand immer noch den dunklen Sweat am besten, hatte mir aber in der Zwischenzeit noch einen helleren dazu ausgesucht. Am Ende fragte ich dann meinen Mann, welche Variante er am besten findet und hielt ihm die drei Stoffe hin. 

Er entschied sich für den dunkleren Sweat, was mich sehr freut, es bestätigte doch mein Bauchgefühl und so schnitt ich den dunkelblauen Sweat für die Innenseite der Kapuze zu.

Das Herzstück des weißen Hoodies – die blauen Innenkapuze

Die Kapuze des weißen Hoodies sollte neben dem blauen Innenleben noch ein Bündchen bekommen, auf dem Kordeln angenäht sind. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die Kordeln festzunähen und nicht mehr als Band hängen zu lassen. Ich nähte also vier Knopflöcher in das Bündchen der Kapuze, schnitt mir zwei Kordelstücke etwas länger zu und nähte diese dann von der rechten Seite auf dem Bündchen fest. Die Position der Knopflöcher ist die gleich, die auf dem Schnitt für die Kapuzenbänder eingezeichnet sind, nur dass ich auf jeder Seite beide markiert und genäht habe. 

Damit war das Bündchen auch fertig und ich konnte die Kapuze zusammen setzen. Als erstes stecke ich es mir nur kurz fest und drehte die Kapuze auf rechts, damit ich sehe, ob ich das Bündchen richtig positioniert hatte UND natürlich nicht. Bloß gut also. Ich steckte alles nochmal neu fest, testete wieder und nähte dann die drei Lagen Stoff erstmal mit einem einfachen Geradstich mit großer Stichlänge fest. 

Als alles saß wo es sollte, nähte ich alles mit der Overlock. Dann steckte ich die Kapuze auf den Hoodie, auch hier steckte ich es erst fest und drehte alles auf rechts. Diesmal passt gleich alles und ich nähte die Kapuze an den Hoodie. Da die Kapuze ein Bündchen hat und damit etwas größer ist als die Kapuze, die im Schnitt – ohne Bündchen – angegeben ist, sitzt sie etwas lockerer. Mich stört das nicht und so habe ich das Ende des Bündchen einfach auf die Schulternähte gelegt – das ist normalerweise die Markierung für die Naht der Kapuze. 

Jetzt fehlte nur noch mein Knopf. Dank meiner lieben Kollegen habe ich endlich meinen weißen Hoodie nähen können und ich bin super glücklich. Also hier die Bilderflut…

PS: einer anderen Kollegin gefiel er so gut, dass ich ihr auch einen weißen Hoodie nähen soll. 

 

Habt eine schöne Woche

liebe Grüße

Jana

Schnittmuster: Hoodie Lynn von Pattydoo* – verändert

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